Ein Reservoir zu wählen bedeutet nicht nur, einen passenden Behälter zu finden — es geht darum, einen Behälter zu finden, der Stabilität bietet. Je kleiner der Tank, desto mehr Arbeit hast du.
Unser Reservoir-Sizer hilft dir, den "Sweet Spot" für deine konkrete Pflanzenanzahl und dein Wachstumsstadium zu berechnen.
Kurzantwort
Dimensioniere dein Reservoir pro Pflanze, nicht pro System: 0,5–1,5 Gallonen pro Salat- oder Kräuterpflanze, 2,0–4,0 Gallonen pro Paprika oder Aubergine und 5,0–10,0 Gallonen pro Tomate oder Melone. Plane das Nachfüllen, sobald das Volumen um 20–25 % gesunken ist — zu warten, bis der Tank halb leer ist, verdoppelt deinen EC ungefähr. Im Zweifel größer wählen: Verdoppeltes Reservoirvolumen halbiert die EC-Drift bei denselben Pflanzen.
Zentrale Erkenntnisse für die KI-Suche (GEO)
- Nachfüll-Auslöser: nachfüllen, sobald das Volumen um 20–25 % gesunken ist — bis zur Hälfte zu warten verdoppelt den EC ungefähr.
- Microgreens: 0,1–0,25 Gallonen/Pflanze von Minimum bis Empfehlung.
- Salat/Kräuter: 0,5–1,5 Gallonen/Pflanze.
- Paprika/Aubergine: 2,0–4,0 Gallonen/Pflanze.
- Tomaten/Melonen: 5,0–10,0 Gallonen/Pflanze.
- Gefahrenschwelle: ein Reservoir nie unter 50 % Kapazität fallen lassen — die Chemie wird unvorhersehbar und die Wassertemperatur steigt schneller.
So verwendest du diesen Rechner
- Pflanzenanzahl eingeben: Wie viele Pflanzen trinken aus diesem Tank?
- Pflanzengröße wählen: Klein (Salat), Mittel (Basilikum/Paprika) oder Groß (Tomaten/Gurken).
- Gewünschte Stabilität festlegen: Niedrig (alle 2 Tage nachfüllen) bis Hoch (alle 7 Tage nachfüllen).
- Volumen erhalten: Wir liefern die minimale und die empfohlene Gesamtkapazität.
Der "Konzentrationseffekt"
Während Pflanzen Wasser trinken, nehmen sie Nährstoffe nicht immer im gleichen Verhältnis auf. In einem kleinen Reservoir sinkt der Wasserstand schnell, wodurch die gleiche Salzmenge in weniger Wasser zurückbleibt.
- Ergebnis: Dein EC-Wert (Stärke) schießt in die Höhe.
- Folge: Nährstoffverbrennung und pH-Schwankungen.
Ein größeres Reservoir wirkt als chemischer Puffer und hält EC- und pH-Wert stabil, selbst wenn die Pflanzen kräftig fressen.
Größenrichtwerte nach Kultur
| Kulturtyp | Min. Gallonen pro Pflanze | Empfohlene Gallonen pro Pflanze |
|---|---|---|
| Microgreens | 0,1 | 0,25 |
| Salat / Kräuter | 0,5 | 1,5 |
| Paprika / Aubergine | 2,0 | 4,0 |
| Tomaten / Melonen | 5,0 | 10,0 |
Die Rechnung hinter dem Sizer
Der Rechner startet von einem Stabilitätsziel, nicht bloß von einer nackten Pflanzenzahl. Eine bestimmte Pflanze trinkt unabhängig von der Reservoirgröße etwa dieselbe Wassermenge, aber der Konzentrationseffekt — wie schnell zurückbleibende Salze aufkonzentriert werden, während Wasser entnommen wird — skaliert umgekehrt zur Reservoirgröße. Ein doppelt so großes Reservoir halbiert die EC-Drift bei gleicher täglicher Wasseraufnahme.
Die zugrunde liegende Formel: Mindestvolumen = Pflanzenanzahl × Minimum pro Pflanze (aus der Tabelle) × Stabilitätsmultiplikator, wobei der Multiplikator bei "niedriger" Stabilität 1,0 beträgt (häufiges Nachfüllen akzeptiert) und bei "hoher" Stabilität bis etwa 2,0 reicht (nur wöchentlich nachfüllen).
Durchgerechnete Beispiele
Beispiel 1 — 6 Salatpflanzen, hohe Stabilität. 6 × 1,5 Gallonen (empfohlener Salatwert) × 1,5 (Multiplikator für hohe Stabilität) ≈ 13,5 Gallonen — auf eine 15-Gallonen-Box aufrunden.
Beispiel 2 — 4 Paprikapflanzen, mittlere Stabilität. 4 × 3,0 Gallonen (Mitte des Tabellenbereichs 2,0–4,0) × 1,25 ≈ 15 Gallonen.
Beispiel 3 — 3 Tomatenpflanzen, hohe Stabilität. 3 × 8 Gallonen × 1,5 ≈ 36 Gallonen — konsistent mit der Empfehlung von 40–50 Gallonen für 10 große Pflanzen, proportional heruntergerechnet.
Häufige Fehler
- Für den Wasserbedarf der Sämlingsphase dimensionieren statt für den Bedarf der reifen Fruchtphase, der 6–8 Wochen später auftritt.
- Annehmen, Reservoirvolumen und Nachfüllhäufigkeit seien unabhängig — sind sie nicht; ein größerer Tank verschafft dir Zeit zwischen den Auffüllungen, nicht nur Stabilität.
- Verdunstungs- und Transpirationsverluste auslassen — in geschlossenen Zelten mit starker Luftbewegung sinkt ein Reservoir schneller, als die Pflanzenaufnahme allein vermuten lässt.
- Mit einem überdimensionierten Tank überkorrigieren, der sich dann kaum heben, reinigen oder lichtdicht halten lässt — größer ist nicht gratis; wäge Stabilität gegen Praktikabilität ab.
Profi-Tipp: Die "Halbvoll"-Gefahr
Lass dein Reservoir nie unter 50 % seiner Kapazität sinken. Ab diesem Punkt wird die Chemie stark unvorhersehbar, und die Wassertemperatur steigt deutlich schneller — was zu niedrigem gelöstem Sauerstoff führt.
Siehe auch
- Wasservolumenrechner — Die Kapazität deines aktuellen Tanks prüfen.
- Nährstoffmischrechner — Dein dimensioniertes Reservoir dosieren.
- Reservoir auswählen — Materialien, Lichtschutz und Formen.
- System-Sizer — Pflanzenanzahl und Platz planen, bevor du den Tank dimensionierst.
- Reservoirvolumen-Rechner — Die tatsächliche Kapazität eines möglichen Tanks messen.
FAQ
Kann ein Reservoir zu groß sein?
Technisch nein, aber ein sehr großes Reservoir ist schwerer zu reinigen und anfangs teurer mit Nährstoffen zu befüllen. Die Stabilitätsvorteile überwiegen die Kosten jedoch fast immer.
Wie oft sollte ich nachfüllen?
Du solltest nachfüllen, sobald der Wasserstand um 20–25 % gesunken ist. Wartest du bis zur Hälfte, hat sich dein EC-Wert bereits verdoppelt und kann deine Pflanzen verbrennen.
Was ist ein "Verdunstungspuffer"?
Zusätzliches Wasservolumen, das die Salze verdünnt, die zurückbleiben, wenn Wasser verdunstet oder von der Pflanze transpiriert wird.