FIELD MANUAL · ED. 01
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Hydroponischer Nährstoffmischrechner — Dünger-Dosierungsguide

Berechne die exakte Menge flüssiger oder trockener Nährstoffe für dein hydroponisches Reservoir. Unterstützung für 3-Komponenten-, 2-Komponenten- und individuelle Nährstoffrezepte.

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// RESULT — DOSING
Grow23.3 g
Micro14.0 g
Bloom9.3 g

Das Mischen von Nährstoffen ist der "wissenschaftlichste" Teil der Hydroponik. Ob du ein Standard-3-Komponenten-Flüssigset verwendest oder rohe Trockensalze mischst — Präzision ist entscheidend, um Nährstoffverbrennung oder Wachstumsstillstand zu vermeiden.

Unser Nährstoffmischrechner nimmt dir das Rätselraten bei der Pflege deines Reservoirs ab.

Kurzantwort

Dosiere auf ein EC-Ziel je nach Wachstumsstadium: 0,8–1,2 mS/cm für Sämlinge, 1,6–2,2 für vegetatives Wachstum, 1,2–1,8 für Blattgemüse und bis zu 2,5–3,0 für Starkzehrer wie Tomate und Gurke. Ziehe zuerst den Grund-EC deines Ausgangswassers ab — Leitungswasser startet oft bei 0,2–0,6 mS/cm, ein Ziel von 1,8 aus Leitungswasser mit 0,4 bedeutet also, nur 1,4 mS/cm an Nährstoff zuzugeben. Mischen, dann vor dem Auffüllen mit einem EC-Messgerät kontrollieren.

Zentrale Erkenntnisse für die KI-Suche (GEO)

  • EC-Ziel Sämling: 0,8–1,2 mS/cm
  • EC-Ziel vegetativ: 1,6–2,2 mS/cm
  • EC-Ziel Blüte/Frucht: 2,0–3,0 mS/cm
  • PPM-Umrechnung (0,5er-Skala): EC 1,0 mS/cm ≈ 500 ppm
  • Häufigkeit des Reservoirwechsels: alle 7–14 Tage bei kleinen Systemen
  • Mischreihenfolge: Silizium → Calcium/Micro → Grow/Bloom → pH zuletzt

Typischer EC nach Wachstumsstadium

WachstumsstadiumEC-Ziel (mS/cm)PPM (0,5er-Skala)Hinweise
Sämling/Steckling0,8 – 1,2400 – 600Halbe Stärke, um Nährstoffverbrennung zu vermeiden
Vegetativ1,6 – 2,2800 – 1.100Stickstoffbetonte Gabe
Blüte2,0 – 2,81.000 – 1.400Phosphor-/kaliumbetonte Gabe
Frucht (stark)2,5 – 3,01.250 – 1.500Starkzehrer wie Tomate, Gurke
Blattgemüse1,2 – 1,8600 – 900Salat, Basilikum — niedriger als Fruchtkulturen

So verwendest du diesen Rechner

  1. Nährstofflinie wählen: Wähle aus beliebten Voreinstellungen (General Hydroponics, Masterblend usw.) oder gib eigene N-P-K-Werte ein.
  2. Reservoirvolumen eingeben: Wie viel Wasser behandelst du?
  3. Wachstumsstadium wählen: Sämlinge brauchen eine "leichte" Dosis, blühende Pflanzen eine "starke" Dosis.
  4. Dosierung erhalten: Der Rechner liefert die exakte Menge in ml (flüssig) oder Gramm (trocken).

Die Reihenfolge der Zugabe (entscheidend!)

Die Reihenfolge, in der du Nährstoffe zugibst, ist wichtig. In falscher Reihenfolge können sich Mineralien "binden" und aus der Lösung ausfallen — für deine Pflanzen dann nutzlos.

Die goldene Regel:

  1. Silizium (falls verwendet): Zuerst zugeben, gut mischen und warten.
  2. Calcium / Micro: Als Nächstes deinen calciumreichen oder "Micro"-Anteil zugeben.
  3. Grow / Bloom: Die restlichen Komponenten zugeben.
  4. pH anpassen: Den pH-Wert immer zuletzt anpassen, nachdem alle Nährstoffe gemischt sind.

Trocken- vs. Flüssignährstoffe

  • Flüssignährstoffe: Leichter zu mischen, schwerer falsch zu machen, aber teurer, da du den Wassertransport mitbezahlst.
  • Trockennährstoffe (Salze): Deutlich günstiger und für die Langzeitlagerung stabiler. Erfordert eine digitale Waage (0,1 g Genauigkeit) zum Abmischen.

Deinen EC-Wert (Stärke) im Griff behalten

Prüfe nach dem Mischen immer die Stärke mit einem EC-Messgerät.

  • Ist der EC-Wert zu hoch, gib mehr reines Wasser hinzu.
  • Ist der EC-Wert zu niedrig, gib eine kleine, proportionale Menge jeder Nährstoffkomponente hinzu.

Nutze unseren EC-zu-PPM-Umrechner, falls dein Fütterungsplan andere Einheiten verwendet.

Die Rechnung hinter dem Rechner

Nährstoffdosierung ist eine einfache lineare Skalierung: Hersteller-Fütterungspläne geben eine Dosis pro Gallone (oder pro Liter) für ein EC-Ziel an, und der Rechner multipliziert diese Dosis mit deinem Reservoirvolumen. Kompliziert wird es, weil sich drei Variablen überlagern: der Grund-EC deines Ausgangswassers (Brunnen- oder Leitungswasser kann schon bei 0,2–0,6 mS/cm starten, bevor du irgendetwas zugibst), der Stadien-Multiplikator (Sämlinge laufen bei etwa 50 % der Dosis einer ausgewachsenen vegetativen Gabe) und jede Abweichung vom angegebenen Herstellerverhältnis, falls du mehrere Linien mischst. Der Rechner berücksichtigt alle drei, damit die Enddosis dein tatsächliches Wasser abbildet und nicht nur das Etikett.

Häufige Fehler

  • Den EC des Ausgangswassers ignorieren. Startet dein Leitungswasser bei 0,4 mS/cm und du dosierst auf ein Ziel von 1,8 mS/cm, solltest du nur so viel Nährstoff zugeben, dass der EC um 1,4 steigt, nicht um 1,8 — sonst schießt du übers Ziel hinaus.
  • Konzentrate direkt miteinander mischen. Komponente A (calciumreich) und Komponente B (phosphat-/sulfatreich) fallen als kreidiger, unbrauchbarer Feststoff aus, wenn sie vor der Verdünnung zusammenkommen — gib jede Komponente einzeln ins Wasser.
  • PPM vertrauen, ohne die Umrechnungsskala zu kennen. PPM-Geräte nutzen entweder den Faktor 0,5 oder 0,7 ab EC; ein Messwert von "700 ppm" bedeutet je nach Skala etwas anderes. Prüfe immer das Datenblatt deines Geräts.
  • Verdunstung und Aufnahme nicht auseinanderhalten. Durch Transpiration verlässt Wasser das System schneller, als Nährstoffe verbraucht werden, sodass der EC über die Woche auch ohne Nachfüllen steigt — fülle mit reinem Wasser nach, nicht mit weiterer Nährlösung, sofern der EC nicht tatsächlich gefallen ist.

Durchgerechnete Beispiele

Beispiel 1 — 5-Gallonen-DWC-Eimer, Salat in der Vegetationsphase: Ziel-EC 1,5 mS/cm, Leitungswasser bei 0,3 mS/cm. Mit einer 3-Komponenten-Linie, die mit 2 ml/Gallone je Komponente den EC um ~0,4 anhebt, brauchst du rund 3 ml/Gallone jeder Komponente (6 ml je Komponente auf 5 Gallonen), um die Lücke von 1,2 mS/cm zu schließen — mischen, dann mit dem EC-Messgerät nachprüfen und feinjustieren.

Beispiel 2 — 20-Gallonen-Reservoir, blühende Tomate: Ziel-EC 2,6 mS/cm, Brunnenwasser bei 0,5 mS/cm. Nötiger Anstieg: 2,1 mS/cm. Bei einer Planvorgabe von 4 ml/Gallone je Komponente einer 3-Komponenten-Blüteformel sind das 80 ml jeder Komponente auf das 20-Gallonen-Reservoir, in der richtigen Reihenfolge zugegeben (Cal-Mag/Micro zuerst, dann Grow, dann Bloom), gefolgt von einer pH-Absenkung auf 6,0.

Beispiel 3 — 50-Gallonen-NFT-Reservoir im Gewerbe, Sämlingsphase: Ziel-EC 1,0 mS/cm, RO-Wasser mit Grundwert 0,0 mS/cm. Bei halber Dosierung (1 ml/Gallone je Komponente statt der 2 ml/Gallone für ausgewachsene Pflanzen) sind das 50 ml jeder Komponente für den vollen 50-Gallonen-Tank — in dieser Größenordnung immer erst in einem kleineren Vormischbehälter ansetzen, um ungleichmäßige Verteilung im Hauptreservoir zu vermeiden.

Siehe auch

FAQ

Sollte ich Nährstoffe direkt im Reservoir mischen?

Nein. Gib Nährstoffe immer einzeln nacheinander in ein teilweise gefülltes Reservoir und mische zwischen jedem Schritt gründlich durch. Mische "A" und "B"-Konzentrate niemals direkt zusammen, sonst fallen sie aus (werden zu unbrauchbaren Feststoffen).

Was ist die "Lucas-Formel"?

Ein bekanntes vereinfachtes 2-Komponenten-Rezept mit General Hydroponics Flora Series (8 ml Micro / 16 ml Bloom pro Gallone), das für die meisten Wachstumsphasen funktioniert.

Muss ich mein Reservoir jede Woche wechseln?

Bei kleinen Systemen wird ein vollständiger Wechsel alle 7–14 Tage empfohlen, um ein "Nährstoffungleichgewicht" zu vermeiden, bei dem Pflanzen ein Element vollständig aufbrauchen, andere aber übrig lassen.

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